TransSurfing in 78 Tagen – Tag 5: Der Spiegel der Welt

Nach einer längeren Pause geht es heute endlich weiter in dem Praxis-Kurs zum „Reality TransSurfing in 78 Tagen“ von Vadim Zeland*.

Heute also Tag 5 „Der Spiegel der Welt“. 

Lektion: „Ihre Welt ist das, woran Sie denken. Wie ein Spiegel reflektiert die Welt Ihre Beziehung zu ihr. Das Leben ist ein Spiel, in dem die Welt ihren Bewohnern ständig ein und dasselbe Rätsel stellt: ‚Jetzt ratet mal, wie ich bin!‘ […] Das Interessante aber dabei ist, dass alle gewinnen! […] Was denken Sie über Ihre Welt?“

Meine Beiträge drehten ja schon öfter um den Spiegel-Effekt und so haben wir heute eine schöne Gelegenheit, das Thema einmal ganz anders und deutlich tiefer anzugehen.

Der Spiegel zeigt uns immer, wer wir wirklich sind. Ein Dank für das amüsante Foto an Andre Mouton.

Das Prinzip ist ganz einfach – alles, was wir denken, fühlen, glauben – wird von der Welt für uns verwirklicht.

Wir sind die Vorlage für das, was die Welt uns spiegelt. Insofern sind wir tatsächlich Mit-Schöpfer. Nur, dass wir nichts Neues erschaffen, sondern aus der Unendlichkeit der Möglichkeiten: wählen. Wir wählen, was in dieser unserer Welt verwirklicht wird. Es ist alles bereits da, eben deshalb funktioniert es automatisch und ohne Anstrengung unsererseits.

Auf den Punkt gebracht bedeutet das beispielsweise:
Ich bin glücklich => ich lebe in einer Freude-bringenden Welt
Ich gebe => ich erhalte
Ich will haben => von mir wird genommen bzw. alle wollen etwas von mir

Ich bin aggressiv => ich werde angegriffen
Ich fühle mich arm => ich erhalte wenig
Ich glaube, bestimmte Dinge erreicht man nur durch Anstrengung => ich muss mich anstrengen, sonst erhalte ich tatsächlich nichts
Ich habe Vertrauen => ich habe scheinbar immer „Glück“
Ich denke, ich bin unattraktiv => ich finde keinen Partner

Ich glaube, dass mir nicht alles zusteht => ich komme nie über ein mittelmäßiges Leben hinaus, egal wieviel Anstrengung ich aufbringe
Ich denke, dass Krankheit ein normaler Teil des Lebens ist => ich erhalte das Bestellte…
Ich glaube, ich bin wundervoll => die Welt beschenkt mich mit Wundern

Ich denke, das Prinzip ist leicht nachvollziehbar, manchmal hilft es, sich wirklich vorzustellen, vor einem Spiegel zu stehen (oder es sogar zu tun) und dessen Reaktionen zu beobachten.

Wenn das so einfach ist, warum ist das nicht längst allen bewusst und warum leben wir also nicht in der wunderbarsten aller Welten?

Nun, wenn Du glaubst, wir leben nicht in der wunderbarsten Welt – bekommst Du natürlich genau das. 😉

Ok, aber zur eigentlichen Frage.
Das hat im Wesentlichen zwei Gründe. Erstens reagiert der Spiegel verzögert. Kann sein, es dauert nur Momente, kann sein, es dauert Jahre, bis die Antwort kommt. Dadurch ist es für uns schwierig, den Zusammenhang zwischen uns selbst und dem Geschehen um uns herum zu erkennen (und zu glauben). Was mir heute passiert, habe ich vielleicht schon vor Jahren verursacht?

Eine regelmäßige sofortige Reaktion würde natürlich viel Chaos hervorrufen, so wie wir manchmal emotional schwanken. Warum es manchmal sehr lange dauert? Stellen wir uns doch einfach vor, der Spiegel möchte sicher sein, dass wir es auch so meinen. Wahrscheinlich liegt es auch tatsächlich daran, dass wir unbewusst unklare Signale senden.

Da sind wir schon bei dem zweiten Punkt. Der Spiegel versteht genau dieselbe Sprache wie unser Unterbewusstsein. Ich bin darauf schon bei den Affirmationen ein wenig eingegangen.
Es wird alles exakt wörtlich genommen und auf die zugrunde liegende Aussage herunter gekocht. Es gibt kein „Du weißt ja, wie ich das meine.“ Keine Interpretationen! “Keine Gnade”, wenn man es so nennen mag.

Wenn ich glaube, für Frieden kämpfen zu müssen, werde ich die Voraussetzung dafür – den Krieg – erhalten!

Der Kreis

Was das “beim Wort nehmen” im ersten Schritt bedeutet, ist sicher vielen schon aus dem „Gesetz der Anziehung“ bekannt: wenn ich etwas haben möchte, drücke ich aus, dass ich es nicht habe und folglich in einem Zustand von Mangel bin – und dann bekomme ich eben auch nur den Mangel. Wir bekommen immer, was wir sind (glauben). Nicht, was wir “wollen”. Im Idealfall ist aber beides im Einklang.

Also: ich wünsche etwas = ich drücke Mangel aus.

Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs, denn es geht noch weiter:

Wenn ich in Mangel bin, bin ich nicht erfüllt.
Wenn ich nicht erfüllt bin, bin ich nicht vollkommen.
Wenn ich nicht vollkommen bin, habe ich auch keine vollkommene Schöpferkraft und bin auf die Mildtätigkeit dritter angewiesen.
Wenn ich auf Hilfe von außen angewiesen bin, habe ich aus mir selbst heraus nichts zu geben.
Wenn ich nichts zu geben habe, bin ich auch nicht liebenswert.
!!!
Wenn ich nicht liebenswert bin, habe ich die guten Dinge auch nicht wirklich verdient.
Also bin ich Mangel.
Also bin ich darauf angewiesen, zu wünschen/bitten
………

Ok, ihr merkt es sicher, wir erschaffen gerade einen Kreis. Genau so funktionieren wir leider in vielen Bereichen. Und dem Spiegel entgeht keine einzige Zeile, während wir oft nicht einmal ahnen, dass es in uns so traurig aussieht.
Aus solchen Gefühlen erwächst dann natürlich Unbehagen, das sich weiter zu Angst (bleibt das jetzt immer so?) und daraus folgend auch zu Aggressivität (ich will es aber anders!) ausweiten kann und dann verwirklicht der Spiegel sie uns also, die scheinbaren „Probleme“ in dieser Welt.

Warum “scheinbar”? Wir dürfen nie vergessen, dass diese Welt dual ist und wir uns dem nicht entziehen können, so lange wir hier sind. Es gibt hier ohne Krankheit kein Heil, ohne Unglück kein Glück, ohne Angst keine Liebe und ohne ein Du auch kein Ich. Und: ohne die „schlechten Menschen“ könntest Du, lieber Leser, niemals das Privileg genießen, ein „guter Mensch“ sein. Also: was sind Probleme?

Der Ausweg

Der Weg aus diesem Kreis ist im Grunde ganz einfach, so einfach, dass es unser Gehirn gern für kompliziert erklärt (weil wir gern glauben, dass tiefe Probleme schwieriger Lösungen bedürfen…).

Zuerst muss ich natürlich Erwachen (TransSurfing Tag 1), hin zur Erkenntnis (2), dass ich in einem schlechten Traum festhänge, während ich in Wahrheit vollkommen bin (3) und es meine Natur ist, eigenverantwortlich mein Leben zu kreieren (4).

So weit sind wir heute schon. Was also ist nun der “magische Schlüssel”?

Ich brauche mich einfach nur entscheiden, meine Vollkommenheit, die ich ja nur vergessen habe, zurück zu finden!

Das “sich entscheiden” ist unglaublicherweise schon alles, denn damit setze ich ganz automatisch eine neue Kaskade in Gang:

Die bewusste Entscheidung, wieder aus sich selbst heraus vollkommen sein zu wollen – ist ein Akt der Wertschätzung für mich selbst = ein Akt der Selbst-Liebe.
Und wenn ich mir diese Liebe schenke, bedeutet das natürlich zugleich: ich bin liebenswert!
Es bedeutet außerdem: ich habe etwas zu geben.
Wenn ich liebenswert bin und etwas zu geben habe, bin zugleich bereit, Liebe zu empfangen.
Es bedeutet außerdem: Ich habe alles Gute und Schöne dieser Welt verdient.

Es ist nur dieser kleine Schritt nötig und auf einmal senden wir wieder mit der Frequenz des Universums (= Liebe!) und sind folglich bereit – statt vorher: darauf angewiesen – zu empfangen!

Wir geben uns Liebe = bedeutet: der Spiegel wird auch anfangen, uns Liebe in allen Facetten zu spiegeln, zu geben, zu schenken. 🙂

Bitte aber nicht vergessen, dass der Spiegel nicht zwingend sofort reagiert. Erst wenn er sicher ist, dass er nicht nur “gelockt” wird, um zu Hilfe zu eilen.

Bitte auch nicht vergessen, dass wir emotional immer schwanken. Das ist vollkommen normal. Gerade bei so tiefen Themen, brauchen wir Zeit, um das, was wir erkannt haben – auch tief in unseren Überzeugungen zu verankern.
Es dauert daher eine Weile bis wir konstant “richtig senden” und entsprechend erhalten wir unsere Rückfälle eben auch gespiegelt (und zeitversetzt!) zurück. Das ist ausdrücklich kein Zeichen, dass es nicht funktioniert, sondern im Gegenteil!

Der Spiegel ist unser Freund

Vielleicht liest sich das alles ein bisschen so, als würde “diese Spiegelgeschichte” uns mit ihrer Spitzfindigkeit gerne das Leben kompliziert machen. Warum kann nicht einfach alles gut sein und Ende?

Weil das vollkommen unlogisch wäre. Falls Ihr Euch tatsächlich so eine Frage stellt, versucht mal, es wirklich zu Ende zu denken und Ihr werdet sehen, dass nichts Echtes dabei heraus kommen kann.

Der Spiegel ist tatsächlich nicht nur ein Inbegriff unerbittlicher Logik, sondern auch ein großes Geschenk. Weil er nicht anders kann, als ehrlich zu sein (und das ist ein Ausdruck bedingungsloser Liebe!).

Er zeigt uns mit ungeschönter Offenheit, wo wir nicht gut mit uns selbst sind! Jedes Erlebnis, das in irgend einer Form Unzufriedenheit in uns hervor ruft – ist nichts anderes als ein Zeichen für uns. Eine Reflektion der Unzufriedenheit, die wir irrtümlich in uns tragen.

Uns selbst gegenüber.

Der Spiegel ist daher ein Wegweiser aus dem Dschungel unserer Irrtümer heraus – zurück in die uns als göttliche Wesen eingeborene Selbst-Liebe.

Die uns allen uneingeschränkt zusteht.

Wir sind kein “Opfer” des Spiegels, sondern er ist unser Freund und Werkzeug! Wenn wir unsere Macht anerkennen und ihn uns zu Diensten nehmen – dann können wir wählen, in der besten aller Welten zu leben!

Was wir außerdem gerne mal übersehen....

Was ich oben zum Mangel geschrieben habe, bezieht sich natürlich nicht nur auf Dinge. Es gibt sehr vieles, das wir haben möchten, manchmal merken wir das vielleicht nicht einmal bewusst. Auch der Wunsch, etwas zu ändern, fällt darunter.

Zum Beispiel ist natürlich auch der scheinbar so hehre Wunsch nach „einer besseren Welt“ nichts anderes als ein Ausdruck von Mangel. Ja, in mir selbst (in wem sonst? Ist ja mein Wunsch).

Die Einstellung, irgendwem oder irgendetwas „etwas Gutes“ zu wollen, ist ein Ausdruck von Mangel! In diesem Fall sogar einer, den man auf jemanden oder etwas anderes projiziert, was im Grunde sehr anmaßend ist. (Sorry, ein “so meine ich das ja gar nicht”, zählt nicht).

Bitte nicht falsch verstehen, natürlich ist es richtig, zu helfen und zu geben. Nur nicht aus dem falschen Grund.
Man sollte geben, weil man sowieso im Überfluss hat, weil man es gerne macht und weil der andere es einem wert ist (!) – nicht, weil man meint, der andere braucht etwas (= und ist auf meine Mildtätigkeit angewiesen).

Man sollte geben (teilen), um sich und den anderen zu erhöhen! Wenn ich aber meine, der andere ist auf mich angewiesen, dass es ihm irgendwie besser geht, dann ist das ein Herabsetzen.

Also:

Zu glauben, die Welt verbessern zu müssen, weil ihr etwas fehlt – ist anmaßend und entspringt der eingebildeten Angst vor unserer eigenen Unvollkommenheit.

Zu beabsichtigen, die Welt zu bereichern, weil sie wunderbar ist und ich im Überfluss habe – ist Liebe!

Was wir aussenden, bekommen wir immer glasklar zurück gespiegelt. Wenn ich mir anmaße, zu glauben, ich (wir) müsste(n) die Welt verbessern – wird meine Welt immer (immer!) verbesserungswürdig sein.

Und zugleich erklärt meine Welt als vollkommener Spiegel dann eben auch mich als verbesserungs-bedürftig. Was dazu führt, dass ich mich (natürlich) immer wieder von ihr angegriffen fühle – und folglich die Welt für verbesserungswürdig halte. Ok?

Das meint Vadim Zeland oben in dem Zitat mit “alle gewinnen.” Wir dürfen wählen. 🙂

Wenn Ihr Euch bis hierher durchgekämpft habt –  fragt Euch doch noch einmal:

“Wie ist sie wirklich, Eure Welt”? 🙂

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