Worte als Geschenke – Präsent, Präsenz, Present – praesentare

Mir ist heute beim Lesen eines englischen Buches (ITFUT*) erstmals bewusst aufgefallen, dass sowohl „Gegenwart“ als auch „Geschenk“ mit „present“ übersetzt wird.

Tatsächlich haben wir auch im deutschen das „Präsens“ und das „Präsent“. Im Französischen sieht es ähnlich aus.

Keine Überraschung, dieses Wort hat seinen Ursprung im Lateinischen:

praesentāre, praesentō, praesentāvī, praesentātum (Verb, a-Konj.)
praesentare: Inf. Präs. Akt.

gegenwärtig machen, zeigen
darbieten, überreichen
vorführen
verschaffen, schenken
erscheinen, sich darstellen (Pass.)

praesentārī, praesentor, praesentātus sum (Verb, a-Konj.)
praesentare: Imp. Sg., 2. Pers. Sg. Präs. Ind. (Deponens)

sich einstellen

(https://www.navigium.de//latein-woerterbuch.html?form=praesentare)

Davon ausgehend, dass der aktuelle Moment (das „Hier und Jetzt“) das einzige wirklich Reale ist – ist es nicht ein schöner Gedanke, dass dieser Moment zugleich auch ein Geschenk, ja, DAS Geschenk, ist?

Tatsächlich ist es eine tiefe Weisheit, die empfiehlt, aus jedem gegenwärtigen Moment das Beste zu nehmen (= sich überreichen/schenken/vorführen/zeigen zu lassen), was er bieten kann. Im “Gegenwärtig-Machen”, das beste verwirklichen, was möglich ist. Denn er kommt nie wieder und noch viel mehr: 

Dieser Moment, die Gegenwart, ist alles was wir wirklich haben.

Für immer.

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