Erlauben (to Allow)

Ich habe bei der Beschreibung der “Glückstasse” gestern ein wichtiges Wort eingeworfen – das Erlauben.

Die Chance, etwas zu bekommen, ist ungleich höher, wenn wir ein Geschehen ERLAUBEN statt zu wünschen oder gar zu wollen.

Aus: Vadim Zeland: Tufti the Priestess. Live Stroll Through A Movie.

Überlegt mal, wie ist das bei Euch? Wie muss ein anderer Mensch sich verhalten, damit Ihr am ehesten geneigt seid, ihm einfach so etwas zu geben, von dem ihr glaubt, dass es ihn glücklich macht? Egal, ob ein materielles Ding oder ein schönes Gefühl?

Wie fühlt es sich an, wenn derjenige spürbar etwas von Euch will? Insbesondere, wenn er das nicht offen sagt, sondern unterschwellig kommuniziert? Womöglich gar als Erwartung.

Wann gebt Ihr lieber Eure Hilfe, wenn der andere sagt “Du musst mir helfen, sonst …. [passiert mir dieses oder jenes Unglück]” oder wenn der andere Euch einfach bittet nach dem Motto, es wäre schön, aber wenn nicht, finde ich auch einen anderen Weg (“Du darfst mir helfen, wenn Du möchtest”).

Werdet ihr lieber indirekt verpflichtet (“sonst passiert…”) oder fühlt es sich besser an, schlicht eine Möglichkeit (= Erlaubnis) bekommen, jemandem eine Freude zu machen?

Nicht zuletzt geht es hier um das Gefühl von Freiheit. Aus Freiheit folgt Frei-Willigkeit.

Wünschen, erst recht wollen und noch viel mehr erwarten erzeugen hingegen immer eine Art Druck. Und auf Druck regieren wir mehr oder weniger bewusst mit Widerstand.

Genau so verhält sich die Realität. Je mehr Sehnsucht wir nach diesem oder jenen fühlen oder zum Ausdruck bringen, umso mehr setzen wir das Geschehen unter Druck. Denn dann drücken wir aus, dass wir mit dem aktuellen Zustand nicht zufrieden sind.
Wenn ich mit dem, was ein anderer Mensch (nicht) tut, nicht zufrieden bin – dann drücke ich aus, dass ich mit diesem Menschen nicht zufrieden bin! Das fühlt sich für den nicht gut an.

Auch die Welt kann sich mehr oder weniger gut fühlen. Denn sie ist unser Spiegel!

Geben wir der Welt ein gutes Gefühl. Keinen Druck, aber Dankbarkeit, wenn etwas Schönes ungebeten kommt – und die Welt fühlt sich wunderbar und wird uns so gerne immer mehr schenken. 🙂 Und weil Dankbarkeit und Freude sich so wahnsinnig gut anfühlt, wird die Welt versuchen heraus zu finden, was uns noch glücklicher und noch dankbarer macht. Frei und freiwillig.

Glaubt Ihr nicht? Probiert es doch erstmal aus! 🙂

Wie fängt man an? Nun, werft mal einen Blick auf Eure Realität. Egal wie grau sie scheinen mag, irgendwo sind immer (immer!) Farbkleckse versteckt.
Macht es Euch zum Hobby, diese zu suchen! Und dann freut Euch darüber und ruft das Gefühl der Dankbarkeit hervor. An die Welt, ans Universum, an Euer Herz, an Gott, das Quantenfeld was auch immer für Euch die wesentliche Schöpferkraft besitzt. Das fühlt sich gut an!
Bleibt dran – und Eure Welt wird heimlich kunterbunt. 😀

Dem anderen, sich selbst oder der Welt etwas erlauben, bedeutet, dem Gegenüber zu sagen “Du darfst das”. Du darfst sein, wie Du möchtest, denn Du bist in jedem Falle wunderbar und es ist so schön, dass es Dich gibt. Das ist bedingungslose Liebe und das entwickelt einen unglaublich starken Sog. Denn jeder möchte so gerne GENAU DAS sein. Wunderbar und geliebt.

Und der, der erlaubt, wird dabei ganz automatisch unendlich liebenswert. Für andere, für sich, für die Welt.

Das Foto ist übrigens vom 1.1.2021. Ist das nicht ein bezaubernder und auch verheißungsvoller Start in ein Neues Jahr? 🙂

Ich wünsche Euch alles Gute!

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