Online-Kurse – Sinn oder Unsinn?

Denkt Ihr bei Online-Seminaren auch zuerst an überzogene Versprechungen gepaart mit entsprechend hohen Preisen? Mir geht es jedenfalls so – und so ist die Frage berechtigt, warum ich trotzdem solche Kurse auf dieser Seite verlinke?

Weil ich damit Provisionen verdienen kann? Nun, natürlich sage auch ich nicht nein zu einer Möglichkeit, Geld zu erhalten. Ich würde dafür aber nichts hier posten, das ich für kompletten Unsinn halte.

Ich denke, mit solchen Kursen ist es ein bisschen so wie mit dem Fitnessstudio.
Um einfach nur körperlich fit zu bleiben, brauchen wir keine großen Geräte, das kann man auch zu Hause und draußen mit sich selbst und ein paar kleinen Hilfsmitteln erreichen. Aber kaum jemand kann sich dazu dauerhaft durchringen – hingegen, Leute, die in einem Fitnessstudio angemeldet sind, gehen dort über Jahre ganz selbstverständlich regelmäßig hin.

Manchmal braucht es vielleicht einen kleinen Schubs von außen. Einen Dank für das tolle Bild von Comfreak auf Pixabay.

Auch für die Entwicklung des Selbst und der Schöpferkraft muss man etwas tun. Egal, ob einen dabei die Methode des TransSurfing am ehesten anspricht, oder Meditationen oder Schreibarbeit oder was auch immer – man muss ins Handeln kommen. Lediglich ein Buch oder Video nach dem anderen zu konsumieren und theoretisches Wissen anzuhäufen, bringt nur sehr bedingt etwas. Es ist wie auf das Wasser zu starren und vom Schwimmen zu träumen.

Genau dazu neigt der menschliche Verstand aber allzu gerne – und genau hier können Kurse einhaken. Wenn ich mich für einen Kurs anmelde, der vielleicht auch noch richtig teuer ist – dann ist die Chance, dass ich das durchziehe ungleich höher als wenn ich “nur” ein Praxis-Buch lese und Youtube-Videos schaue. Auch, wenn dort vielleicht (nicht nur vielleicht) sogar viel tiefgreifendere Informationen verfügbar sind.

Aber der Kurs hat Geld gekostet und gibt von außen ein Programm vor (kein “ich mache das, wenn ich mal richtig Ruhe dafür habe…”), teilweise bekommt man sogar persönlichen Kontakt zu dem Coach oder kann sich einer Community anschließen und mit anderen Teilnehmern über Fortschritte und Erfahrungen austauschen. Das sind alles Antriebskräfte.

Die Frage, ob ein Kurs ein sinnvolles Werkzeug ist, liegt also weniger als an dem Kurs selbst als an dem individuellen Menschen.

Was bringt Dich am ehesten ins Handeln?
Hast Du genug inneren Antrieb?
Wenn Du dazu ein bisschen Hilfe von außen brauchst, dann erlaube Dir das ruhig! Das ist ok.

Denn das ist erstmal das wichtigste. Dass man etwas tut. Was genau, ist zunächst nebensächlich. Du kannst also so einen Kurs machen oder ein Gruppen-Seminar besuchen, Du kannst aber auch eine Website erstellen, ein Buch schreiben oder es still nur für Dich durchziehen und jeden Tag 1-2 Stunden meditieren. Egal. Es muss nur Deins sein!
Wenn man erstmal ins Tun kommt, dann erscheinen zu gern ganz von selbst neue Türen, an die man zuvor nicht im Traum gedacht hätte.

Deshalb denke ich, dass diese Kurse durchaus ihre Daseins-Berechtigung haben.

Bei der Auswahl solltet Ihr einfach auf Euer Bauchgefühl hören. Vielleicht hüpft Euer Herz höher bei Versprechungen von Luftschlössern, dann ist das so; vielleicht “braucht” ihr aber auch etwas “kleineres”, weil das mehr Vertrauen weckt.

Es gibt kein objektives richtig oder falsch, sondern es geht nur darum: was kann Dir persönlich etwas bringen, was bringt Dich persönlich ins Handeln?

Wenn für Dich die Antwort darauf so ein Kurs ist – dann ist der mit Geld nicht zu bezahlen.

Ich würde mich übrigens riesig freuen, wenn der eine oder andere hier seine Erfahrungen posten würde. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.