Buch-Tipp! „Die Weisheit des ungesicherten Lebens“ von Alan Watts

In „Die Weisheit des ungesicherten Lebens“* nimmt uns Alan Watts mit auf eine ganz besondere Reise der Selbsterkenntnis und spirituellen Einsicht. Der britisch-amerikanische Philosoph entfaltet für uns seine einzigartige Sichtweise auf das Leben und lädt dazu ein, die festen Sicherheiten des Alltags loszulassen.

Das zentrale Thema des Buches ist die Kunst, sich dem Unbekannten hinzugeben und die Kontrolle über das eigene Leben zu lockern. Watts untersucht kritisch die westliche Kultur, die oft nach Sicherheit und Planbarkeit strebt, und präsentiert uns eine alternative Perspektive, die die Freiheit im Unvorhersehbaren betont.

Durch die faszinierende Mischung aus östlicher Philosophie, Zen-Weisheit und eigenen Erkenntnissen eröffnet „Die Weisheit des ungesicherten Lebens“ uns einen spannenden Raum für Reflexion und Erneuerung. Dieses Buch ist eine Einladung, das Leben als Mysterium zu betrachten und der Essenz der eigenen Existenz näher zu kommen.

In der Welt der Philosophie und spirituellen Literatur hat sich der britisch-amerikanische Philosoph Alan Watts (als 1915-1973) eine herausragende Stimme etabliert. Geboren im Jahr 1915, entwickelte Watts im Laufe seines Lebens eine einzigartige Sichtweise auf die menschliche Existenz und das Universum. Seine Schriften und Vorträge sind bekannt für ihre tiefgründige Weisheit und ihre Fähigkeit, komplexe philosophische Konzepte in klare, zugängliche Sprache zu übersetzen. Noch heute ziehen seine aufgezeichneten Seminare zahllose Menschen in den Bann.

Watts studierte Theologie und Philosophie, interessierte sich jedoch früh für östliche Philosophien, insbesondere den Zen-Buddhismus. Sein Werdegang führte ihn zu einer Synthese aus westlichem Denken und östlicher Weisheit, die er in seinen zahlreichen Büchern und Vorträgen kraftvoll vermittelte. Bekannt ist er – neben dem vorliegenden – auch für Werke wie „The Way of Zen“* und „The Book: On the Taboo Against Knowing Who You Are“* („Die Illusion des Ich“).

In der „Weisheit des ungesicherten Lebens“* entfaltet Watts nun seine Gedanken zu den fundamentalen Fragen des Daseins. Das Buch ist eine Schatzkammer an Einsichten, die dazu einladen, das Leben nicht als Problem, sondern als Mysterium zu betrachten. Watts ermutigt uns in faszinierender Logik, die Kontrolle loszulassen und sich dem Fluss des Lebens hinzugeben.

„Wir sind, was das Universum über sich selbst denkt.“ (Kurz inne halten – WOW! 🙂)

Diese Worte von Watts reflektieren seine Philosophie, die darauf abzielt, die Trennung zwischen dem Selbst und dem Universum zu überwinden. Die „Weisheit des ungesicherten Lebens“ ist ein wunderbarer Leitfaden für all diejenigen, die den Sinn des Lebens nicht in festen Antworten suchen, sondern in der mutigen Bereitschaft, mit den Unsicherheiten und Wundern des Lebens liebevoll zu tanzen.

Das Werk ist in fünf Abschnitte unterteilt. Watts beginnt mit einer kritischen Analyse unserer westlichen Kultur und ihrer Fixierung auf Sicherheit und Kontrolle. Er entlarvt die Illusion der Sicherheit und zeigt uns stattdessen Wege für ein vollkommen anderes, tieferes Verständnis der Realität.

„Je mehr wir versuchen, das Leben unter Kontrolle zu halten, desto mehr wird es zu einer Kakophonie unvorhersehbarer Ereignisse.“

Um das zu veranschaulichen, nimmts Watts nimmt hier hin und wieder das Beispiel der Atemluft zu Hilfe: Wenn wir den Atem kontrollieren und festhalten wollen – genau dann werden wir ihn verlieren und ersticken. Die nachfolgenden Abschnitte vertiefen das Verständnis von Watts‘ Philosophie der Hingabe. Er erforscht die Rolle von Religion, den Einfluss östlicher Denkweisen und die Bedeutung von Hier und Jetzt. Dabei zitiert er oft aus den Schriften von Zen-Meistern und anderen Weisheitslehrern.

Alan Watts hat – ähnlich wie D.T. Suzuki, einem Pionier der Zen-Philosophie – wesentlich dazu beigetragen, dem Westen die östliche Philosophie und ihre Weltbilder verständlicher zu machen. Er geht dabei aber viel weiter und vermittelt uns nicht nur ein Verständnis für andere Sichtweisen, sondern Watts hilft uns, zu verstehen, wie die Welt vielleicht wirklich ist. Einschließlich dem Paradox: dass wir in demselben Moment, wo wir „wissen“ – das wahre Verständnis schon wieder verloren haben.

Alles ist stets in Bewegung. Alles ist stets: ungesichert.

Das Buch über die „Weisheit des ungesicherten Lebens“ kann man immer wieder lesen und jedes Mal wird es neu und anders. Zugleich bleibt das Werk zeitlos relevant, da es die grundlegenden menschlichen Ängste und Sehnsüchte berührt. Watts‘ Aufforderung, die Kontrolle loszulassen und das Leben in seiner Unvorhersehbarkeit zu akzeptieren, spricht Menschen in allen Lebensphasen an.

„Das Leben existiert nur im gegenwärtigen Moment. Es gibt keinen anderen Ort, an dem es existiert.“

Das Streben nach (zu viel) Sicherheit führt regelmäßig zu Verlust und Frustration. Je mehr ich zu besitzen glaube, umso mehr kann ich verlieren! Stattdessen lädt uns Watts dazu ein, das Hier und Jetzt nicht zu halten, sondern zu schätzen – und die Schönheit im noch Unbekannten zu finden.

So ist die „Weisheit des ungesicherten Lebens“ tatsächlich eine Ode an die Freiheit, eine Einladung zur Achtsamkeit und ein intellektuelles Abenteuer. Alan Watts schafft es meisterhaft, komplexe Ideen in zugängliche Sprache zu übersetzen, und sein Werk bleibt eine nie versiegende Quelle der Inspiration für all diejenigen, die nach einem tieferen Verständnis des Lebens suchen. 

Dieses Buch ist nicht nur eine Lektüre, sondern eine Reise zu den Wurzeln der menschlichen Existenz und ihrer Verbindung mit dem Universum. Große Empfehlung!

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